Tanz-Swing

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Hier habe ich eine kleine Sammlung mit Informationen rund ums Swingtanzen begonnen.

Texte Texte über Swing und Artverwandtes beim Tanz-Michel und anderswo.
Fachchinesisch Was Fachleute so erzählen: Swinglish
Musik Musiktitel für Anfänge
Videos Exzellente Videos zu verschiedenen Swingtanzformen und -stilen 
Quellen Know-how: Historisches, Hintergründiges und Theoretisches 
Mein SwingMein Swing: It's all Jazz

Aus eigener Erfahrung auch für Swingtänzer highly recommended:
Wochend-Workshops „Jazz-Rhythmik für Steptänzer“
mit Thomas Altmann
(einer der versiertesten Jazz-Schlagzeuger Norddeutschlands und begeisterter „Für-Tänzer-spielen-Musiker“)
18./19.2. und 25./26.2. 2012
Zusätzlicher Einführungskurs zu rhythmischem Grundmaterial:
Freitag, 17.2., 17:30 – 19:30 Uhr
Ihr braucht wirklich nicht viel Tappen können, um da mitzumachen; wer rhythmisch mit dem Fuß auf dem Boden Töne erzeugen kann, hat schon gewonnen. Thomas verbessert das Verständnis von Jazz und Swing-Rhythmen enorm.

Meine Swing-Texte

Von mir für den Tanz-Michel verfasst:
Zu gut fürs Turnier! Gedenken an Balboa-Ikone Hal Takier *** So ein blöder Hund Muss das sein? *** Let's Shag it, Baby *** HHLX Lindy Exchange in Hamburg und überhaupt *** Charleston! Charleston! Made in Carolina *** Swingtanzen macht Spaß! Im Supermarkt, per Fahrrad, am Gepäckband ... *** Walking on the moon  Viele Tanztricks hatte sich Michael Jackson von alten Meistern abgeguckt *** 
Sichtung (Audition ) Erfahrungen mit Auditions zur Einteilung in Trainingslevel *** Swinging Harburg Aus Anlass des Take-5-Festivals am 20. Juni 2010 *** Ich bin scharf auf eure Jungfräulichkeit! Zum Geburtstag von Dawn Hampton *** Dance The Jazz Zum Auftakt der Partyreihe im Jazzclub Stellwerk*** Eintopf Was ist Jazz Dance eigentlich? *** Fremde Welten Warum African-American Vernacular Jazz Dance etwas Aufmerksamkeit verdient *** Tanz mit keinem über 18! Judy Garlands Swingtanz-Club
Jazz-Gelage in
Zeit-online über das Herräng Dance Camp
 Swing-A-Dancer Social Club in
Ballett-Tanz über die ältesten Swingtanz-Profis der Welt
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Swinglish

IT DON'T MEAN A THING IF IT AIN'T GOT THAT SWING!

Back in the day, you qualified as a dancer if you had your own basic step.
Jeremy Otth, Berlin Balboa Weekend 2011

Tanzanfänger fragen oft, ob man ihnen nicht mal schnell „wenigstens den Grundschritt
erklären könne:
„How many beats has a Swing-out? As many as the leader leads.“
Kevin St. Laurent, Waterkant Jam 2010

„You need to be able to balance on one foot at any time. And you need to be fuckin' good at it.“
Jo Hoffberg, Waterkant Jam 2010

„Jazz is dance music.“
Wynton Marsalis, Musiker, 30facher Ehrendoktor der schönen Künste, Musik und Geisteswissenschaften
Radiointerview zum Projekt „Swing Symphony“ mit den Berliner Philharmonikern, 2010

„Follows, you've got to make your body available for the guys.“
Evita Arce, Waterkant Jam 2009

„Compliments are not your's to keep. They belong the other person.“
Andrew Sutton, Unterrichts-Special der New Swing Generation 2009

„How to lead it? Just do it!“
Dax Hock, Studio Hop Summer Camp 2009

„If you want to improve your dancing, you need to know your Jazz steps!

Rob van Haaren, Amsterdam Lindy Hop Weekend 2003

„Real men let go on 5“
Lindy Hop Bonmot
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Musik

Diese Titel spiele  ich gern in meinen Anfängerkursen.
Anfänger fragen oft nach geeigneter Musik zum Üben: heftig swingend, klarer Rhythmus, Standardstruktur, langsames bis mäßiges Tempo - aber so mitreißend, dass man sie immer wieder hören kann.
Viele der Titel sind nicht umsonst Klassiker der Jazzgeschichte.

If You Can't Smile And Say Yes - Nat King Cole
On The Sunny Side Of The Street - Ella Fitzgerald & Count Basie
They Can't Take That Away From Me - Louis Armstrong & Ella Fitzgerald
Cheek to Cheek - Louis Armstrong & Ella Fitzgerald
Corner Pocket - Count Basie Orchestra
April In Paris - Count Basie Orchestra
Fly Me To The Moon - Count Basie Orchestra feat. Frank Sinatra
Ballin' The Jack - The Basie Bunch
Life Is So Peculiar - Louis Jordan & Louis Armstrong
Is You Is Or Is You Ain't My Baby - Dinah Washington
Do Nothing 'Til You Hear From Me - Nina Simone
In A Mellow Tone - Ben Webster
The Great City - Joe Williams
Blue Skies - Tommy Dorsey feat. Frank Sinatra
Swingin' Or Nothing - Tommy Dorsey
On The Sunny Side Of The Street - Tommy Dorsey
Zieh die Schuh aus - Roger Cicero
Jersey Bounce - Teddy Powell
Is You Is Or Is You Ain't My Baby - Renee Olstead
Topsy - Shorty Rogers
Blues My Naughty Sweety Gives To Me - Sidney Bechet

A String Of Pearls - Glenn Miller
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Einige meiner liebsten Videos

Tanzen zum Träumen: Frech, kreativ, verspielt, schnelle Beine, kommunikativ, gegenseitig inspirierend ...
Jo (Emily) Hoffberg & Peter Strom wurden erst wenige Minuten zuvor als Tanzpartner gelost.
Sportlich. Elegant. Kreativ. Raffiniert. Explosiv. Traumhaft:
Nick Williams & Laura Keat bei den ILHC 2010.
Vorsicht an der Bahnsteigkante! Showcase der International Strictly Lindy Champions 2010:
Max Pitruzella & Annie Trudeau.
Chester's Cool Cats and Kittens Keine Perfektion, dafür mit Herz und Seele.
The Ninjammerz Team Performance nur ein Wort: Enjoy!
The one and only: Frankie Manning feiert seinen 92. Geburtstag.
Lindy Hop wie er sein soll, demonstriert von Ben & Sheri: kommunikativ, improvisiert, musikalisch, witzig.
Nochmal kommunikativ, improvisiert, musikalisch, witzig - und doch ganz anders. Hier tanzen die Seelen von  Dawn Hampton und John Dokes.
Jeremy Otth & Laura Keat: große Technik, kreativ und verspielt.
Partner-Charleston im Dutzend.
Balboa: witzig und kreativ.
Meisterhafte Balboa-Stile im direkten Vergleich.
Nick Williams & Kate Hedin Balboa modern.

It's all Jazz - I love it
Stomp Stomp.
Big Apple.
Satisfy - Steven Mitchell Style.
Frida & Sakarias.
Charleston von und mit Hanna, Mattias und Sakarias.
Solo Charleston Finale Ohne Partner mal so richtig loslegen ...
Shim Sham , Pflicht und Kür eines Lindy Hoppers.
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Informationsquellen

„Lindy Hop History“ Textbegleitete Online-Diashow 1800-1983.
„Never Stop Swinging” Video-Dokumentation über Leben und Werk von Frankie Manning (ca. 27 min.).
„The King of Swing“ Multimedia-Online-Essay über Frankie Manning.
Norma Miller - Queen of Swing Kleines Portrait über Frankie's langjährige Tanzpartnerin.
„Clash of Cultures in the 1910s and 1920s“ Online-Essay über kulturelle Dynamik in den USA der frühen Jazz-Ära.
 „The jazz age hits Main Street“ Audio Slideshow der BBC.
„The Red Hot Jazz Archive - A history of Jazz before 1930“ Online-Materialsammlung
„Jazz Exchange: Contributions to the mosaic of Jazz“ Multimedia-Ressource zur Geschichte von Minstrel-Shows bis Tanz.
„Jazz in time“ Interaktive Jazzgeschichte von 1900 bis heute, mit Hörbeispielen.
„Jazz“ Ein Multimedia-Lernspiel für Kinder - auch prima als Schnellstart für Erwachsene.
„The Blues“ Multimedia-Quickstart.
„Blues Journey“ Audiodokumentation.
A Jazz Improvisation Primer Schnelle Texteinführung in Struktur, Swing und Kreativität der  Jazz-Improvisation.
New Orleans Jazz Schul-Lehrfilm-ähnlicher, ordentlich fundierter,musikorientierter Kurzfilm
Swing - Schul-Lehrfilm-ähnlicher, ordentlich fundierter,musikorientierter Kurzfilm

„Jazz“ Vielstündige (Original ist deutlich länger als Euro-Version) TV/DVD-Dokumentation von Ken Burns.
„Warming by the devil's fire“ Halbdokumentarischer Film von Charles Burnett über die lebendige Kultur des Blues in Mississippi 1955.
„Standing In The Shadows of Motown“ Dokumentation über die Funk Brothers, die Studiomusiker, die den Motown-Sound kreierten - allesamt bekennende Swingjazz- und Bluesanhänger.

„Frankie Manning: Ambassador of Lindy Hop“ Autobiographie von Frankie Manning & Cynthia Millman.
„Swinging At The Savoy: The Memoir of a Jazz Dancer“ Autobiographie von Norma Miller & Evette Jensen.
„Jazz Dance: The Story of American Vernacular Jazz“ von Marshall & Jean Stearns.

„The Lindy“ Umfangreiche Dokumentation von Margaret Batiuchok.
Schlagzeuger Thomas Altmann elaboriert über Jazz, Drums und (nicht nur) Steptanz.
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Mein Swing

Ich war und bin von den typisch afrikanisch-amerikanischen Merkmalen des Swingtanzens fasziniert. Es ist toll, dass Swingtanzen sich weltweit verbreitet. Es wurde entscheidend vom „farbig“ dominierten Multikulti-Mix in Harlem, New York, der 20er und 30er Jahre geprägt. Es verbreitet sich heute überwiegend im europäisierten, gebildeten Mittelstand. Damit verändert sich das Swingtanzen.

Ich versuche - so weit es mir als „weißem Mittelstands-Europäer“ möglich ist - den Wurzeln auf der Spur zu bleiben und sie zu stärken. Sie sind es, die dem Lindy Hop seine faszinierende Energie, seinen besonderen Charakter geben. Die Lindy Hop atmen und leben lassen. Aus denen der weltoffene und menschenfreundliche Grundtenor der Lindy-Hop-Szene erwächst. Es ist sicher kein Zufall, dass die „Swingtanz-Senioren“, allen voran Frankie Manning und Dawn Hampton, nie müde wurden und werden, die sozial integrierende Kraft des Swingtanzens zu betonen. Hier leben afrikanische Ideen von Tanz fort.

Zu meinem Lebenshintergrund gehört persönlicher Kontakt zu europäischen und amerikanischen Bluesmusikern. Sie verkörpern ein spezielles Feeling, das sich auch im Swing wiederfindet. Jeder Jazzmusiker weiß: Der Blues ist die Grundlage. Er war und ist sozialkultureller Ausdruck des afrikanisch-amerikanischen Lebensgefühls. Jazz ist eine komplexere Form des gleichen Inhalts - ohne diesen Inhalt wird Jazz zur „technisch virtuosen Onanie“ (wie ein enger Freund und international erfolgreicher Bluesmusiker es ausdrückt). Das gilt auch für den Tanz.

Zitate einiger weltweit anerkannter Swing-Experten verdeutlichen, wesentlich kundiger als ich, Facetten dieses Aspekts von Swingtanzen. Der Essenz, die ich im Unterricht immer zu vermitteln versuche, und ohne die alle Figuren, Schritte, Techniken und Tricks vielleicht virtuoses Tanzen sind - aber kein Swingjazz und sicher kein Lindy Hop.

IT'S JAZZ.

Peter Loggins, Swinglehrer und -Historiker, beobachtet einen kubanischen Salsa-Tanzlehrer,
den es auf eine Swingtanz-Party verschlagen hat:
„It was the first time he had ever danced to 'Swing music' and watching him left me speechless... Here was a room of Lindy Hoppers (some with seriously amazing talent), yet, he was the only one that honestly let go and simply danced from what he called his Heart. He made the rest of dancers in the room look like all they were interested in was leading patterns, and needless to say he looked the most authentic jazz dancer in the room ... I was stunned that someone who had NEVER in their life danced to Swing, could walk on the floor and without leading a single pattern could not only capture the essence, but at the same time make everyone else look so out of place.”
http://dancehistory.org/forum/viewtopic.php?f=2&t=716 *

Terry Monaghan, Tanzhistoriker und Mitbegründer der Londoner Jivin’ Jitterbugs Showgruppe:
The plain truth is 'pattern' focused group dancing is not 'social dancing' but rather a kind of collective practise session in which people rehearse what they've learned in class.”
http://dancehistory.org/forum/viewtopic.php?f=2&t=716 *

„If your conception of the way the dynamic drive of the Lindy Hop is exercised is through a male 'leading' a female partner then you have really adopted a ballroom dance teachers definition of the dance. If however you stick to the notion of the dancing dynamic of two partners being determined by their rhythmic agreement as to how they jointly respond to the music they are dancing to, then you are dancing in the spirit of the original Savoy Lindy Hoppers.“
http://dancehistory.org/forum/viewtopic.php?f=2&t=716&st=0&sk=t&sd=a&start=15 *

Helmut Günther im Standardwerk „Jazz Dance“
„Der Sinn des afrikanischen Tanzens ist die durch Ekstase bewirkte körperlich-seelische Erhöhung des einzelnen, also das alle Menschen einer Gesellschaft umfassende Fest. (...) Auch der afroamerikanische Jazz Dance benutzt afrikanische Techniken und hat Ekstase zum Ziel. (...) Darüber hinaus erlebt der Jazztänzer körperlich den Pluralismus der Bewegungskulturen unserere Erde, ...

* dancehistory.org ist online nicht mehr erreichbar. Es war ein Projekt von Peter Loggins.

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